Kita-Wochenende 2009

Fahrt zum Groß Väter See

Der Vorlauf:

Bereits Anfang des Jahres hatte sich auf Nachfrage der Erzieher die Elternschaft dafür ausgesprochen, dass man einmal mit der ganzen Kita, mit den Kindern, den Erziehern, den Eltern und Geschwistern ein gemeinsames Wochenende verbringen wolle. In den folgenden Monaten haben die Erzieher dieses Mammutprojekt geplant und vorbereitet. Nach Wochen der Vorfreude für unsere Wurzelkinder war es dan am 3. Juli 2009 endlich soweit:

Freitag:

Nach einem normalen Kita-Freitag brachen die Familien am Nachmittag auf zum Groß Väter See. Dieser befindet sich unweit von Templin völlig abgeschieden und - natürlich - im Wald. Die Anreisezeit variierte in Abhängigkeit von der jeweils gewählten Route zwischen 45 Minuten und knapp 2 Stunden.
Dort warteten kleine Wohnungen Ferien-Reihen-Häusern auf die gespannten Ausflügler. An den Eingangstüren waren bereits Namensschilder der Familien angebracht, die dort Nachbarn auf Zeit werden sollten.
Kaum angekommen, hatten die ersten Wurzelkinder auch schon den kleinen Strand entdeckt, der Zugang zu dem erfrischenden Nass des Sees bot. Dort fanden sich alle so nach und nach ein.
Spätestens ab diesem Zeitpunkt lag die Gleichförmigkeit und Angespanntheit des Alltags in der Vergangenheit. Stattdessen breitete sich eine Atmosphäre der Freude und Freiheit aus. Dieser kleine Hauch von Abenteuer, den man als Erwachsener kaum noch spürt, der allenfalls als wohlige Erinnerungen der Kindheit existiert.
Dieser Zustand wurde nicht von allen Teilnehmern der Reise ganz freiwillig erreicht. Der Groß Väter See liegt fernab von Funkmasten. Kein Handyempfang, kein Internet! Man fühlte sich hilflos ohne die gewohnte Informationsquellen und Kommunikationswege, abgeschieden von der Welt, von allen Informationen, die wir gewöhnlich permanent aufnehmen und verwalten. Wir waren plötzlich allein. Allein mit vielen Wurzelkindern voller Vorfreude, mit allen hochmotivierten Erziehern, mit den gespannten Geschwisterkindern und Erzieherkindern und mit uns, den plötzlich aus dem Alltag herausgelösten Eltern. Und so kam das Gefühl der Entspannung, ob wir es von vornherein wollten oder nicht. Hier und da verschwanden Wurzelkinder in Doppelstockbetten und entspannte Eltern blieben draußen sitzen. An diesem Abend fanden sich schließlich Eltern und Erziehervor einem der Häuser zusammen. Ein sehr empfehlenswerter privater Barservice auf Elterninitiative hatte neben dem üblichen Hausrat für ein Wochenende auch die kleine Barkeeperausrüstung in der Familienkutsche untergebracht und bereitete eine Runde Margheritas. Wie die Heuschrecken fielen die ansonsten ernährungsbewussten Wurzeleltern über die Kräckermischungen her, die fortan die Runde um die lange Tischreihe machten. Und so klang der Anreisetag ganz langsam aus.

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