Kita-Wochenende 2009

Fahrt zum Groß Väter See

Sonnabend:

Nach einem Frühstück in Jugendherbergsambiente gab es für alle einen Morgenkreis. Zu den abenteuerlustigen Familien des Vortags stießen nun noch weitere Wurzelfamilien und erweiterten und bereicherten den Kreis der Kinder, Geschwister und Eltern. Nun hieß es "Kofferpacken"! 80 Menschen hatten den Weg an den Groß Väter See gefunden: "Hallo wir sind die R.s. Zu uns gehören Flora, Magnus, Frank und ich-Gesa. Wir mögen gerne Wasser. Neben mir sitzt Familie J. mit Marcus und Lysanne, die wandern gerne.... Daneben sitzt Familie L. mit Kati, Henrike, Gabi und Renee. Die essen gerne Himbeeren..." Für den Tag hatten sich die Erzieher ein buntes Bastelprogramm ausgedacht. Es gab die Möglichkeit, am See Boote mit Marcus zu basteln und natürlich fahren zu lassen. Im Haus Nr. 1 wurde unter Renates Anleitung gefilzt. Im Haus Nr. 4 wartete Angélique, um dort mit den Eltern und den Wurzelkinderassistenten Steckenpferdchen zu basteln. Aber noch schien die Sonne und ein großer Teil der Wurzelkinder wollte einfach im See spielen, so dass wohl letztlich das Bootebasteln dank des gewählten Standpunkts am See den größten Zulauf hatte. Am Mittag jedoch bezog sich der blaue Himmel und die ersten Tropfen wurden von näherkommendem Wetter-Gegrummel angekündigt, so dass das Lager am See abgebrochen wurde. Als dann aus den Tropfen Ströme wurden, entdeckten die Reihenhausbewohner die Terrassen auf der Rückseite der Häuser. So begann ein unterhaltsamer Terrassentourismus. Es gab Brownies und Kekse und sogar richtig guten Kaffee, denn was dem einen sein gepflegter Cocktail am Abend ist, ist dem anderen sein Kaffee, so dass eine Espressomaschine und ein Milchaufschäumer im Dienst waren. Gut gesättigt und unterhalten nahmen die angebotenen Bastelaktionen wieder an Bedeutung zu. Die vergnügungssüchtigen Bader vom Vormittag wollten nun auch noch keinesfalls ohne Steckenpferdchen und ohne Filzkugel abreisen und so wurden liebevoll Pferdchen aus Waldstöcken und löchrigen alten Socken gestaltet, die im Hinblick auf das baldige Sommerfest unter dem Motto "Zirkus" noch einen öffentlichen Auftritt haben sollten. Vor allem unter den Mädchen sprach sich herum, dass man beim Filzen die eigene Schmuckschatulle kurzfristig aufwerten konnte mit Bändchen und Kettchen, so dass nun neben der von Elternseite angebotenen Yogastunde im Haus Kastanie die überdachten Terrassen von Haus Nr. 1 und Haus Nr. 4 hoch im Kurs standen.

Währenddessen beobachteten die fleißigen Bastler einen Optimisten, der aus dem Wald Stock um Stock herbei und zum Feuerplatz schaffte. Die Waldbrandgefahr vom Vormittag war offenbar gebannt, aber an einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer konnte kaum einer glauben. Aber genau so kam es. Nach einem Singen im ganz großen Kreis und einer Feengeschichte, märchenhaft von einer talentierten Wurzelkindmama vorgetragen, verzog sich der Regen über dem Feriendorf, und das Feuer prasselte in der Mitte eines schönen großen Platzes und buk das Stockbrot. Wir lernten, wie aus Luft und freischwingenden flachen Plättchen Quietschtöne kommen: Aus Strohhalmen quälen sich nämlich mit zwei beherzten Schnitten und einem kraftvoll gebündeltem Luftstrom richtige Dudelsacktöne. Ein entsprechendes Geräusch schwoll danach erst an und dann (ganz langsam) wieder ab. Die Wurzelkinder sprangen fröhlich herum. Sie waren Ritter (auf Steckenpferden) oder Kellner (an diesem Abend mit Caipirinha!). Erst jetzt setzte langsam die Rückreisewelle der Tagesausflügler ein. Und so neigte sich ganz langsam und entspannt auch dieser lange Tag seinem Ende zu.

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