Ein Wurzeltag für die Eltern

Bericht der Erdexperten

Leise flüstert des Waldes Laub
Dir ein Märchen in die Ohren.
Hörst du es oder bist du taub,
so in den Verkehrslärm hinein geboren.
Es singt der Fink und pocht der Specht.
Die Liebe tanzt unter der Linde.
Sei du auch mal Specht und suche echt
Den Borkenkäfer unter der Rinde.
Es duftet nach Pilz – sieh da, ein Reh!
Hell leuchtet das Spinnennetz im Moos.
Rieche den Harz und schmecke den Klee.
Was machen die Ameisen bloß?
Ruhe dich aus und genieße, ob warm, ob kalt,
barfuß und die Augen zu
und träume dann zu Haus' vom Wald.
Komm in den Wald – und fühl' ihn auch du.

“Komm in den Wald – und fühl' ihn auch du!“ – unter diesem Motto lockten uns Renate und Uschi im Rahmen des Elternvormittags am 26.04.2008 bei strahlendem Sonnenschein in den Wald und ließen ihn uns mit allen Sinnen erfahren.

Waldgeräusche
Zunächst durfte sich jeder einen schönen Platz suchen und einfach dem Wald zuhören. Da saßen wir also in der wärmenden Sonne (endlich!) auf Baumstämmen oder -stümpfen und lauschten den Geräuschen im Wald. Für alle eine schöne Erfahrung, die Vogelstimmen, das Rascheln der Blätter, das Knistern der Zweige so intensiv wahrzunehmen!

Blickwinkel
Anschließend wurden wir aufgefordert, unsere Hände vor dem Körper aneinander zu legen, sie mit den Augen zu fixieren und dabei immer weiter auseinander zu führen, zunächst in die Breite und dann die Höhe bzw. Tiefe. Auffallend war, dass unser seitlicher Blickwinkel deutlich weiter reichte und unser Blickfeld nach oben bzw. unten eingeschränkter war!

Waldboden spüren
Nachdem wir zuerst in normaler Gangart liefen, übten wir nun den Fuchsgang, genannt „Schnüren“: Die Füße werden jeweils genau voreinander gesetzt, so dass sich eine einfache Spur ergibt. Gar nicht so einfach, dabei das Gleichgewicht zu behalten- ab und zu halfen die Arme beim Ausbalancieren.

Führen und Folgen
Bei der nun folgenden Partnerübung verband sich ein Teilnehmer die Augen und ließ sich von einem Partner am Arm durch den Wald führen. In der nächsten Runde wurde es dann schwieriger – so dachten wir: Führen ohne Körperkontakt war die Aufgabe! Jedoch berichteten im Nachhinein alle, dass sie die zweite Übung sogar als leichter empfanden. Uns führen zu lassen ohne berührt zu werden führte dazu, dass wir uns vollständig auf unser Gehör verließen und siehe da – es war gar nicht schwer! Die meisten empfanden es als sehr angenehm und folgtem ihrem Partner mühelos.

Klopfen wie ein Specht
Die „Spechtmännchen“ bekamen einen Rhythmus zugewiesen, den sie mit einem Stock an einen Baum klopfen sollten. Die „Spechtweibchen“ suchten nun anhand eines Rhythmus-Zettels das zu ihnen passende „Männchen“.

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